Mama

Von Schmerz und Stolz: Meine Fitnessgeschichte

7. Juni 2016

Es ist vielleicht mein intimster und ehrlichster Artikel und ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich ihn schreiben sollte, als Katharina von cruchedevinaigre.de mich nach meiner Fitnessgeschichte als Gastbeitrag auf ihrem Blog fragte.

Denn er legt sehr viel meines Inneren frei, stößt an, desillusioniert und nicht zuletzt: macht mich verletz- und angreifbar. Doch er klärt gleichzeitig auch auf, macht wach und zeigt, dass wir im Social Web nur das bruchhafte Abbild eines Menschen sehen und nicht das, was sich dahinter verbirgt. Er möchte sagen, dass ihr eure Idole, Feinde oder followerstarke Persönlichkeiten nicht anhand ihrer Instagram- Bilder und Fotos beurteilen und nicht vergessen solltet, dass sich hinter jedem schönen Bild eine bröckelige, (von einer langen Vorgeschichte) gezeichnete Wand verstecken kann.

Niki Romczyk Photographie - atelierbildschoen.de

Niki Romczyk Photographie – atelierbildschoen.de

Also tat ich es. Und schrieb unverblümt über eine Zeit, in der meine Fitnessbegeisterung noch Therapie und Obsession war, in der nichts anderes zählte, als Kalorien und Muskeln und auch darüber, wie ich aus dem gefährlichen Sog herausgezogen wurde – und von wem.

Wenn du in einer Familie aufwächst, in der dein Wohlergehen und dein Wert anhand deines materialistischen Besitzes und deiner Optik gemessen wird, beginnst du schon früh, dir Gedanken über dein „Haben“ und „Sein“ zu machen. Bis in die frühen Zwanziger konnte ich glücklicherweise so sein und so essen, wie ich wollte, denn ich war sehr schlank und nahm nicht zu, egal, wie viele Burger und Bonbons ich verdrückte. Ich trieb allerdings auch schon seit Kindesbeinen an Sport, probierte alles mögliche aus und blieb die längste Zeit im Hockey und Kung Fu hängen. Ich bemerkte schon da, wie sehr ich die körperliche Herausforderung genoss und irgendwann auch brauchte, vielleicht, um mich wertvoll zu fühlen, vielleicht aber auch, um vieles während des Sports zu vergessen, und vielleicht auch einfach, weil ich’s mochte. Was es auch immer war, es prägte mich stark und pflasterte den Weg zu einer gefährlichen Sportobsession – mit Happy End.

Den kompletten Artikel lest ihr auf cruchedevinaigre.de und ich freue mich über eure Gedanken dazu. Danke Katharina für die Plattform und deine Unterstützung während meiner Zweifel. 

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7 Kommentare

  • Reply Luisa 8. Juni 2016 at 8:46

    Liebste Yavi,

    Ich finde gerade keine Worte für deinen ehrlichen, etwas “schockierenden” aber auch herzzerreißenden Artikel. Dein Weg war ein trauriger und steiniger Weg, aber du hast dein persönliches Glück gefunden und ich hoffe von ganzem Herzen, dass dies für immer bei dir bleibt! Du bist eine unglaublich starke Persönlichkeit – bleib bitte so herzlich und ehrlich.
    Nicht ohne Grund bist du mein Vorbild geworden liebe Yavi.

    Liebe Grüße, Luisa

  • Reply Luisa 8. Juni 2016 at 9:01

    Liebste Yavi,
    Ich finde gerade keine Worte für deinen ehrlichen, etwas „schockierenden“ aber auch herzzerreißenden Artikel. Dein Weg war ein trauriger und steiniger Weg, aber du hast dein persönliches Glück gefunden und ich hoffe von ganzem Herzen, dass dies für immer bei dir bleibt! Du bist eine unglaublich starke Persönlichkeit – bleib bitte so herzlich und ehrlich.
    Nicht ohne Grund bist du mein Vorbild geworden liebe Yavi.
    Liebe Grüße, Luisa

  • Reply Larissa 8. Juni 2016 at 16:31

    Liebe Yavi,

    ein wirklich toller, sehr emotional zu lesender und zum Nachdenken anregender Artikel. Danke, dass du so ehrlich geschrieben hast. Ich freue mich sehr für dich, dass du nun dein persönliches Happy End aus der Geschichte erleben darfst.
    Danke, dass du zeigst, dass die Social Media Welt häufig nur Fassade ist und hinter all dem Menschen stecken, die nicht so “perfekt” sind wie die Bilder es vortäuschen.
    Bleib’ so lustig und ehrlich wie du bist.
    Ich freue mich schon auf deinen nächsten Blogpost!

    Ganz liebe Grüße,

    Larissa

  • Reply Michaela 9. Juni 2016 at 14:41

    (auch hier nochmal) 😉
    Liebste Yavi! Danke für diesen wundervoll ehrlichen und starken Artikel! Ich kann total verstehen und nachvollziehen, wie du dich in deinen verschiedenen Lebensphasen gefühlt hast und freue mich so sehr, dass es nun den kleinen Lias gibt! Du kannst wirklich stolz auf dich und dein jetziges Leben sein! Du hast mich sehr berührt. Vielen lieben Dank!!

  • Reply Stefanie 9. Juni 2016 at 15:13

    Vielen herzlichen Dank für diesen facettenreichen Artikel. Schön, dass du rechtzeitig reagiert hast, schwanger wurdest und dadurch einen gesunden Bezug zum Sport gefunden hast. Tönt für mich nach einem Happy End und ist hoffentlich für viele Frauen eine Inspiration. Ich selber habe auch sehr intensiv trainiert vor meiner Schwangerschaft (Triathlon, Laufen), habe das Training angepasst weitergeführt während der Schwangerschaft und verfolge auch jetzt wieder Ziele. Habe aber auch viel an Flexibilität und Gelassenheit gewonnen durch meine Tochter. Was ist schon ein Training im Vergleich zu einem Kinderlachen? Andererseits ist es aber auch wichtig, gut zu sich selber zu schauen und eine gesunde Balance zu finden. Die Energie, welche ich aus meinen sportlichen Aktivitäten ziehe, kann ich nachher wieder meiner Familie zurück geben. Ich wünsche dir alles Gute und sende liebe Grüsse aus London

  • Reply Genuss & Disziplin: Mein Ernährungsplan - mama moves 7. August 2016 at 20:42

    […] In den vielen Jahren meiner Fitness-Reise irrte ich durch unzählige Diäten, Theorien, Ernährungsphilosophien, Gesundheitsmythen, immer auf der Suche nach DEM idealen Weg zu Wohlbefinden und gleichzeitig zur guten, durchtrainierten Figur. Lange Zeit habe ich geglaubt, die Lösung in strengen Low Carb Diäten gefunden zu haben, doch damit hab ich am Ende meine psychische und physische Gesundheit voll vor die Wand gefahren. Ihr kennt die Story.  […]

  • Reply Kinderkriegen schwer gemacht: Hello again! - Und wie wir doch noch schwanger werden können - mama moves 22. August 2016 at 17:26

    […] auf (weswegen dann die Menstruation ausbleibt), bei mir schon Mitte Zwanzig. Ihr kennt meine (Fitness-) Geschichte und ich überspringe deshalb den Punkt, weshalb Sport manchmal wirklich „Mord“ bedeuten […]

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