Gedanken aus der Corona-Isolation (und wie du die Zeit für dich und deine Kids nutzen kannst!)

von mama moves
selbständig zuhause arbeiten Corona Kinder

Auf einmal ist Freiheit nicht mehr selbstverständlich. Gesundheit ist es nicht. Und Arbeit und Routinen sind es nicht. In meinem Kopf Unruhe und gleichzeitig Neugierde auf das, was kommt. Denn wenn ich eins weiß, nach all den Tiefen und Traumata und Herausforderungen in meinem Leben, dass am Ende einer jeden noch so schwierigen Reise eine Quelle neuer Lebensenergie wartet. Du wirst besser, wenn du gelernt hast, Hürden zu nehmen. Und alles wird besser, wenn du gelernt hast, die Perspektive zu wechseln und die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ich konzentriere mich also darauf mich auf die nächste Zeit zu freuen, anstatt sie zu fürchten und das Vertrauen in mich und das Leben in meinen Gefühlen zu verankern und es stärker zu machen, als das Gefühl der Überforderung.

Doch es ist da, jetzt schon, wenn noch ganz latent. Ich bin selbständig und arbeite Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr, bin dann voll und ganz für die Kids da und meist ab 20 Uhr dann wieder für mein Laptop. Auch Samstagabend oft, nur der Sonntag ist mir heilig und frei – bis vor einer Woche. Jetzt brauche ich den Sonntag zum arbeiten, zumindest für ein paar Stunden. Ich stecke aktuell in mehr Projekten denn je. Versuche eine Firma aufzubauen. Bücher zu schreiben. Meinen geliebten Podcast zu realisieren. Das hier alles. Und ich habe mittlerweile einen großen Anspruch an mein freies, nicht arbeitendes Ich mit Hobbys, die nur mir gehören und mit Zeit, dir nur meiner Familie gehört. Was also jetzt in meinem Kopf vorgeht, gleicht einer Kernsanierung. Ich hinterfrage plötzlich die Qualität meines Fundaments prüfe all meine Aufgaben und To Dos, priorisiere radikal und nehme mir vor, mir immer nur einen Stein vorzunehmen und nicht gleich die ganze Baustelle zu sehen. 

Ich stelle neue Arbeitszeiten für mich auf und den Wecker um zwei Stunden früher. Ich arbeite also von 5 bis 7, dann geht mein Mann zur Arbeit und ich übernehme die Kids und um 19 Uhr tauschen wir wieder. Bedeutet Nachtschicht, wenn es sein muss. Kein Schwimmverein für Lias, keine gemeinsamen Ausflüge zu Bauernhöfen oder Spielplätzen, keine Cafés, Lesungen, Konzerte und Trainingssessions in Fitnessstudios. Sicherlich mal die eine oder andere Verabredung mit Freunden in den eigenen vier Wänden, die wir jetzt öfter anschauen, als uns lieb ist. Also die eigenen Wände, nicht die Freunde. 

Wir gehen höchstens noch auf die Felder und in den Wald. Natürlich auch mal kurz zum Einkaufen, wenn es noch sein muss. Vielleicht nehme ich diese Woche noch einen Termin im Büro und beim Arzt wahr. Vielleicht.

Geplant war New York mit einer Freundin. Ich hätte mir gewünscht, dass meine Oma aus Warschau kommt. Oh und was ist mit unserem Urlaub im Juni? Was können wir überhaupt planen? 

Ich plane nur noch den nächsten Tag. Und selbst den nur abstrakt und mit vielen Lücken. Ich werde improvisieren, jonglieren und bei allem, was ich tue, Ruhe bewahren wollen. Mich nicht aufregen, wenn es nicht so läuft, wie ich es will. JETZT ist die Zeit, Gelassenheit zu üben und sich selbst zu beweisen, wie resilient man wirklich ist. 

Tough Times – für mich? Klar ist das alles unbequem. Aber noch viel mehr für so viele andere Menschen. Die, die am eigenen Leib die Macht des Coronavirus erfahren müssen. Gesundheitlich oder wirtschaftlich oder auch, weil die Angst um sich selbst und geliebte Menschen größer wird als das Vertrauen ins Leben und das System. Da sind Menschen, die wären froh, wenn sie von zuhause arbeiten könnten und keine Sorgen hätten, ihre Kinder irgendwo unterbringen zu müssen. Es gibt so viele individuelle Schicksale da draußen, mit ernsthaften Sorgen, wer bin ich mich beschweren zu dürfen? Meine Probleme sind banal im Vergleich zu denen, die nicht bloß ihren Wecker oder ihre Freizeitaktivitäten umstellen müssen und das mache ich mir bewusst, sobald die Frage hochkommt, wie ich das alles schaffen soll. 

Es sind nur wenige Wochen. In denen alles anders ist, als sonst. In denen ich mich zurückziehen muss – und in mich hineingehen darf. Ich werde die Zeit nutzen, mich zu erden und den Fuß vom Gas zu nehmen. Eigentlich etwas, das ich längst hätte tun soll. Das „weniger“ zu nutzen, um „mehr“ zu fühlen. Mich mit mir selbst zu verbinden. Mit meinen Kindern. Sie und mich und das Leben neu kennenzulernen. In unserer kleinen Bubble, die plötzlich so intim und exklusiv ist, wie nie zuvor und vielleicht nie wieder. Ist das wirklich ein Nachteil oder doch ein Privileg? Eine Chance? Aber ja! Welch ein Luxus, mit der Familie zusammen zu sein, vor dem Hintergrund, dass die Welt den viralen Tod fürchtet. Dass Familien und Lebensträume zerstört werden.

Ich bin ein klitzekleiner Partikel in diesem Universum – zu klein, um mich so wichtig zu nehmen, und doch so groß, um einen wichtigen Beitrag in dieser Gesellschaft zu leisten. Respekt, Nächstenliebe, Empathie und Solidarität. Allein zusammen sein.

Hier und jetzt zeigt sich mehr denn je: An den Umständen können wir oft nichts ändern, aber wir können immer entscheiden, was wir aus den Umständen machen. 

Und deshalb…

Wie du die nächsten Wochen der Isolation für dich nutzen kannst:

Etabliere Gewohnheiten, die du schon immer mal anpacken solltest. Das Hirn braucht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen 4-6 Wochen, um etwas „Neues“ in etwas „Gewohntes“ zu verwandeln und neue Gewohnheiten zu manifestieren. Wenn du also schon immer etwas verändern wolltest, es aber nie gepackt hast, dann ist JETZT der perfekte Zeitpunkt. 

Wenn du zum Beispiel schon immer früher aufstehen wolltest, als sonst, dann tu es JETZT! Stelle deinen Wecker auf die Uhrzeit, die dir sinnvoll erscheint, und mach ein Commitment mit dir: Solange diese Isolation anhält, werde ich jeden Tag um diese Uhrzeit aufstehen und das tun, was ich tun möchte, um stark zu sein für den Tag (mit den Kindern). Denk dran: Die Uhrzeit ist nur eine Zahl! Klingelt der Wecker, dann kontrolliere deine Gedanken und erlaube dir kein „ach fuck ist doch zu früh“ (ist es nur in deinem Kopf!). Snooze nicht. Steh sofort auf und aktiviere in dir als erstes das Gefühl der Vorfreude auf den Tag (ja das kannst du beeinflussen!). Du freust dich nicht? Mach dir bewusst, dass du gerade aufgestanden und damit verdammt erfolgreich in den Tag gestartet bist – wenn das kein Grund zur Freude ist! 

Noch einige weitere Ideen, die dir gut tun werden:

Ich trinke jede Stunde ein Glas Wasser !

Ich mache jeden Tag um 11 Uhr 10 / 20 / 30 Minuten Sport (as long as you like!) – komme, was wolle! 

Ich lese täglich 10 Seiten in dem Buch, das ich schon längst lesen wollte! 

Ich mache jeden Tag einen einstündigen Spaziergang (mit meinen Kindern) und schalte Handy und Kopf aus und genieße einfach nur die Natur!

Ich meditiere jeden Morgen / Abend und manifestiere Ruhe, Vertrauen und Dankbarkeit dafür, dass ich hier sein und auf der Erde meinen Beitrag leisten kann. 

Ich höre jeden Tag eine Podcast Folge „mudditieren leicht gemacht“ – es sind aktuell 42 Stück, was die 5 Wochen ziemlich gut füllen sollte … ! 😉

Außerdem: 

Nutze doch die Zeit, 5 Wochen lang kein Make up aufzutragen und damit deiner Haut wirklich etwas Gutes zu tun! 

Nutze die Zeit, dich in der Nachbarschaft zu erkundigen, ob jemand deine Hilfe braucht. Engagiere dich. Es macht glücklich – andere und auch dich.

Nutze die Zeit, deine Oma regelmäßig anzurufen oder Kontakte zu Freunden zu pflegen, die du im Alltagstrubel vernachlässigt hast!

Nutze die Zeit, auszumisten und Dinge wegzuschmeißen, die du wirklich nicht mehr brauchst – und noch besser: die du in Kisten packen und spenden kannst! 

Nutze die Zeit, deinen Kindern zu zeigen, wie man mit Krisen umgeht – nämlich ruhig und stark, nicht panisch und verängstigt. Zeig ihnen deinen starken Charakter und sie werden von dir für’s Leben lernen! 

Nutze die Zeit, um mal runterzukommen, bewusst zu leben und die kleinen Dinge des Lebens zu genießen – wie zum Beispiel einen köstlichen Cappuccino auf deinem Balkon in der Sonne! Halte hier inne und mach dir bewusst, wie gut du es hast! Es geht ein Virus um, ja, aber es fallen keine Bomben vom Himmel, die dir mit einem Aufschlag alles nehmen können. 

Nutze die Zeit, um Musik oder Hörbücher zu hören oder deinen Gedanken zu lauschen.

Nutze die Zeit, um zu singen und zu tanzen und die Macht der Endorphine neu zu entdecken! 

Nutze die Zeit, um mit deinen Kindern Spiele zu spielen, die du noch aus deiner Kindheit kennst. Baue mit ihnen Höhlen aus Decken oder aus Kartons, male mit Kreide auf der Straße vor deiner Tür, 

Nutze die Zeit, um selbst zu kochen und zu backen und vielleicht auch mal „Meal Prep“ für dich auszuprobieren! Hast du Kinder, dann binde sie ein – du wirst sehen, wie gern sie es machen und auch, dass sie viele Speisen eher probieren und mögen, als wenn du sie ihnen einfach vor die Nase stellst.

Nutze die Zeit, um dein Leben bei Instagram zu teilen und anderen zu helfen, besser durch die schwierigen Zeiten zu kommen. Teile deinen Alltag! Deine Gerichte! Deine Gedichte! Deine Hobbys! Workouts! Deine Einrichtung! Deinen Style! Kommuniziere mit der Welt, wie es dir gefällt.

Nutze die Zeit, um dein Immunsystem zu boosten! Dazu gibt es unendlich viele Wege!

Ich empfehle dir dazu in meine Podcast Folge Nummer 19 reinzuhören:

Oder folgende Beiträge auf meinem Blog zu lesen: 

Meine Supplements für mehr Lebensqualität (trotz Hashimoto)

The Power of Manuka Honig: Hier

Healthy Shots: Hier

Auch ist deine innere Haltung nicht zu unterschätzen. Die Einflusskraft deiner Gedanken auf deinen gesundheitlichen Zustand ist immens – und das ist mittlerweile mehrfach wissenschaftlich erwiesen. Stichwort Placebo. Was du glaubst, was du fühlst, was du zu dir sagst, was du von dir denkst: all das beeinflusst die organischen Prozesse in deinem Körper und somit auch dein Immunsystem. 

Meine Empfehlung also: Nutze die nächsten fünf Wochen, um dich um deine Gesundheit zu kümmern. Achte auf deine Gedanken – sie werden zu deinen Gefühlen, deinem Charakter, deinen Taten. Du bist der Wächter deiner Seele und kannst entscheiden, was eindringt. Lass dich nicht von Panik anstecken und versuche dich an mentalen Übungen für Achtsamkeit und Gelassenheit, um dich von innen heraus zu stärken und Ängste zu überwinden. Dazu empfehle ich dir unter anderem den wunderbaren Podcast von Curse: „Meditation, Coaching & Life„.

Und auf der physischen Basis: Wann hast du zuletzt deine Hormon- und Blutwerte checken lassen? Das kannst du auch online tun, indem du einen Test nach Hause bestellst. Zum Beispiel via Verisana oder Lykon.

Und dann sind es viele kleine Dinge, die du praktizieren kannst, um dein Immunsystem zu stärken:

Trinke viel. Wasser, Ingwertee, Goldene Milch mit Manuka Honig. Nehme gezielt Supplements ein. Esse vollwertig und vitaminstoffreich und wenig Zucker sowie gesättigte Fettsäuren oder Alkohol. Meditiere. Mache Yoga. Etwas Sport. Gehe täglich an die frische Luft. Schlafe mindestens 8 Stunden täglich. Sprich nett und liebevoll mit dir und anderen. Reduziere Stress – was dir in der Isolation leichter fallen sollte, als im normalen Alltag, oder? 

Gedanken zum Nachdenken 

Mach dir bewusst: Diese Krise – also die Schließung der Schulen und Kitas und öffentlicher Einrichtungen – ist nach aktuellem Stand in 5 Wochen zu Ende und du hast die Wahl: Du bist nach diesen 5 Wochen die gleiche Person, wie jetzt. Vielleicht sogar  völlig fertig, frustriert und merkst, dass du nichts von all dem geschafft hast, was du eigentlich hättest machen können… oder: Du hast dich entwickelt. Bist weiter, besser, weiser. Du hast in dieser Zeit vielleicht sogar eine kleine Transformation durchgeführt – du hast an dir gearbeitet und hast ein neues Ich etabliert – und deinen Kindern Erinnerungen geschaffen, die gut für ihre Entwicklung und Zukunft sind!

Und du hast getan, was für dich das Beste war, nämlich das Beste aus dem zu machen, was du ohnehin nicht ändern kannst. Du hast dich um dich und die Welt da draußen gekümmert. Du hast dir und anderen ein Geschenk gemacht.

Ja, das öffentliche Leben steht still. Deins aber nicht. Die Liebe nicht. Die Menschlichkeit nicht. Die Freundlichkeit nicht. 

Du hast die Wahl. 

Wähle weise. 

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