mama moves: Was mich bewegt(e)

von mama moves

Wisst ihr, was mich fasziniert? Dass das Leben unberechenbar ist. Dass es Kräfte gibt, die stärker sind, als der eigene Kopf und die Pläne, die man darin schmiedet. 

Wenn ich darüber nachdenke, wie mein Plan vor 25 Jahren war, muss ich echt lachen. Da war ich 5 und der Plan war, bei der Pferdepolizei zu arbeiten. Einige Jahre später waren Pferde aber schon wieder doof. Ich wollte lieber etwas „mit Menschen“ machen. Auch dieser Plan wurde verworfen. Denn ich wollte dann doch lieber „zum Fernsehen“. Dann plötzlich doch irgendwo hin, wo man viel Geld verdienen kann. Ich schrieb mich dann aber für Germanistik und Kunstgeschichte an der Uni ein, weil mein Herz es mir so sagte. Das Herz hatte Recht gehabt, denn ich lernte von nun an interessante Menschen kennen, die mich prägten und inspirierten, ferne Länder, die mich faszinierten, Themen, die mich begeisterten.

Darunter Fitness und Ernährung. Es entstand eine völlig andere Parallel-Welt zu der zwischen Rilke und Rubens. Hier eine körperbetonte, greifbare, reale – dort eine geistige, surreale. Ich liebte mein Leben zwischen diesen Welten. Denn ich tat, was mich erfüllte. Das für mich einzig Richtige. 

Aus der Freude an Fitness entstand eine große Passion und aus der am Schreiben der Plan, es zum Beruf zu machen. So arbeitete ich in den Uni-Semestern verbissen auf exzellente Prüfungen und in den Semesterferien auf perfekte Praktika-Zeugnisse hin. Ich reiste viel, lebte einige Male im Ausland und schrieb für diverse Medien und Nachrichtenquellen. Ich wollte möglichst viel erfahren, sehen, lernen und erreichen – vor allem Menschen. Ich glaubte, meinen Lebensinhalt gefunden zu haben.

Doch wie ich schon sagte, das Leben ist so wunderbar unberechenbar. In einer sehr dunklen Lebensphase trat ein Mann in mein Leben, der meine bisherige Welt ruinierte und mit mir eine neue, viel bessere aufbaute. Ich lernte zu lieben und geliebt zu werden, nicht für Texte und beruflichen Erfolg, sondern einfach so. Es war belastend und belebend zugleich, ein neues Lebensexperiment zu wagen. Sich von dem Ich zu verabschieden, das aus Angst vor dem Ungewissen mit einer Hand noch an dem Gewohnten festhielt, während die Hand des neuen Ichs schon so fest die des Mannes hielt, dass er nicht mehr gehen konnte.

Mit ihm zusammen wurde aus der Passion Fitness die Passion Natural Bodybuilding. Sein Know-How vom klassischem Gewichtheben und meins von Hiit und Function Bodyweight Training verschmolzen zu einem ganz neuen Fitnesserlebnis. Ich lernte, an meine Grenzen und über diese hinaus zu gehen, meinen Körper an sein Belastungsmaximum und Kraftoptimum zu führen und endlich meine Vorstellung von einem für mich idealen Körper zu realisieren. All das natürlich nur synchron mit gesunden Ernährungsroutinen.

Wenige Monate nach unserer Hochzeit im August 2014 zogen wir aus beruflichen Gründen meines Mannes nach Edinburgh (Schottland). Ich gab dafür meine Stelle als Chefredakteurin eines Online-Modemagazins auf und träumte von einem eigenen Ding, von „irgendwas mit Fitness“. Mein Job als Journalistin erlaubt mir schließlich überall arbeiten zu können. 

IMG_4415

Doch dann wurde ich geplant, aber unerwartet schnell schwanger und das Fitnessding hatte sich für’s Erste erledigt. Ich war außerdem zu sehr damit beschäftigt, uns fernab der Heimat eine neue zu erbauen, das Nest für unsere kleine Familie herzurichten und das neue Leben im Ausland zu managen. Die Zeit reichte gerade noch dafür, das eine oder andere bei Instagram zu teilen. Und dort eine wunderbare, interessierte und unterstützende Community kennenzulernen.

Ich merkte, dass das Interesse dieser Community und im Bekanntenkreis an meinem Fitnessprogramm und der Ernährung während der Schwangerschaft wuchs und es nach der Geburt unseres Sohnes Lias nur noch stärker wurde. Gleichzeitig wuchs auch meine Freude daran, mein neues, aufregendes Leben mit Baby, Fitness und Ernährung zu teilen. Zu zeigen, dass der Beginn des Mutter-seins nicht das Ende des Frau-seins bedeutet. Dass gesunde Ernährung sowie Sport auch mit den Herausforderungen als Neumama vereinbar sind. Und dass all das sogar Spaß machen kann!

mama moves ist deshalb ein Herzensprojekt, das aus den positiven Erfahrungen mit meinem Instagram Account yavi_moves entstanden ist. Nein, es ist sogar mehr als das. Ein virtueller Ort, an dem alles zusammen kommt, was ich in den letzten Jahren über Kraft- und Ausdauertraining, Ernährung und Diäten und jüngst über das Leben als Mutter gelernt habe. Hier verschmelzen praktische Tipps zum Thema „Wunschfigur“ mit bunten Einblicken ins Kinderzimmer und den manchmal wirren Gedanken einer etwas abgedrehten Mutter. Hier sollen Diskussion und Austausch stattfinden, Spaß und Information, Text und Bilder. Ja, mama moves ist das, was ich schon immer mal machen wollte, ohne es vorher gewusst zu haben.

Aber wie hätte ich das auch wissen können. Ich hatte ja nie den Plan, Ehefrau und Mutter zu werden. Im Gegenteil – ich wollte immer nur der Welt gehören, ganz ohne Fesseln und Verantwortung für jemand anderen als mich. Und jetzt gehört mir eine Welt, die schöner nicht sein könnte. Eine Welt aus geliebten Menschen und geliebten Hobbys – Sport, Ernährung, Reisen und schönen Dingen. Eine bewegte Welt. Kommt mit, ich zeig sie euch!

22 Kommentare

Das könnte dir auch gefallen

22 Kommentare

Personalisierte Kinderbücher von Hurra Helden: Mehr als nur eine Geschenk-Idee - mama moves 6. November 2016 - 8:00

[…] wir vor fast 2 Jahren nach Schottland kamen, war ich in der 8. Woche schwanger und hatte eine schwere Bronchitis. Mein Mann arbeitete vom […]

Antworten
News: Endlich zertifizierte Fitnesstrainerin! - mama moves 9. Oktober 2016 - 7:12

[…] — all diese Disziplinen waren an einem Punkt in meinem Leben so wichtig wie Schlaf und Nahrung. Ich liebe Sport seitdem ich denken kann, so sehr, dass ich mich immer auf der Schwelle zur Obsession befinde – das gebe ich offen zu […]

Antworten
0-6 Monate: Ein Rückblick, ein Statement - mama moves 28. März 2016 - 12:39

[…] Als ich schwanger wurde, ging mein größter Wunsch in Erfüllung. Ich hatte keine Angst vor dem Leben mit Kind, ich hatte bloß großen Respekt davor. Ich stellte mir primär die Frage, ob ich in der Lage sei, einen glücklichen, guten, klugen, herzlichen und ehrlichen Menschen großzuziehen. Denn das war mir immer wichtig und ist noch heute mein oberstes Ziel. Ich las unzählige Bücher über Kindererziehung, sprach mit meinen und anderen Eltern, zerbrach mir Tag und Nacht den Kopf über die Frage nach dem „Richtig oder Falsch“. […]

Antworten
1 2

Schreibe einen Kommentar

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Akzeptieren Weiterlesen